Bei meiner Arbeit ist es eine große Herausforderung, gemeinsame Aufgaben für eine ganze Gruppe zu finden. Meine TeilnehmerInnen im Alphabetisierungskurs und ihr „Stand der Dinge“, bilden eine  so unterschiedliche Gruppe wie Tag und Nacht. Ihre individuellen Bedürfnisse stehen für mich im Vordergrund, und jede Unterrichtsstunde ist ein neues Ausprobieren, diese Unterschiede miteinander zu verbinden.

Dieses hin-und her Springen gleicht einem Jongleur, der auf einem Einrad fährt und mit seinem ganzen Körper versucht, das Gleichgewicht zu halten. Wenn ich mit dem Einrad fahre und es einfach ausprobiere, kann ich es lernen. Wenn ich mir im Vorfeld ein Konzept ausmale, wie ich es wohl am Besten lernen könnte, dann hat das ziemlich wenig mit der Sache an sich zu tun.

Was ich mit diesen Worten sagen möchte: „Soll“ und „Ist-Zustand“ sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.

Habe ich mich nicht in das eine paar Schuhe hineingestellt, kann ich auch nicht mit dem anderen Paar laufen. Da hilft mir das Konzept meines Arbeitgebers auch nicht unbedingt.

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