Gefühle als Festplatte
11. September 2008
Vor ein paar Tagen ist mir der Begriff Aufklärung 2.0 über den Weg gelaufen. Beim 34.Kommentar dieses Beitrags.
Es ist immer der Drang nach Verstehen wollen da. Schon seit Aristoteles. Wissen sammeln, verknüpfen und speichern. Damit die Wahrheit ans Licht kommt. Ja welche Wahrheit denn?
Das Internet scheint mir da eine super Lösung zu sein: eine unendliche Quelle, um meinen Wissensdurst zu stillen. Bei all dem Informationsüberfluss ist es natürlich wichtig Speicherplatz zu haben. Denn das Gehirn hat auch nur eine gewisse Kapazität. Bookmarks, Lesezeichen oder Abos über RSS sind eine hilfreiche Unterstützung.
Aber wieso nicht vergessen wollen? Sascha Lobo schreibt „Das Internet ist zum Vergessen da„. Finde ich auch. Wie sonst kann Platz geschaffen werden für das Wesentliche? Das Wesentliche hat auch über das Netz in sich Ehrlichkeit und Wahrheit, sprich authentischen Gehalt. Gefühle sind quasi Träger. Und Gefühle brauchen nicht gespeichert werden!
Für mich ist die Vergesslichkeit ein Segen für die Zukunft. Sie schafft Platz für das Wesentliche.
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