Ein Traum wird wahr

2008 Juli 11
by Inga Oltersdorf

Der Neue Werbespot der Telekom zeigt Paul Potts. Es hat mich umgehauen. Ein „einfacher“ Handyverkäufer möchte einfach seinen Traum wahr werden lassen. Er gewinnt in einer englischen Castingshow. Er erreicht die Welt und seine Leidenschaft wird lebendig. Ganz und gar wird er mit seiner Gabe sichtbar.

Was alles möglich ist, wenn ich meinem Herzen folge…

  1. 2008 Juli 11

    Hallo,

    gib den Nmaen mal bei Wikipedia ein :-)

    Ich gönne es ihm ja auch, doch ich mag diese Art der Fehlinformation einfach nicht. Der Mann ist ein Profisänger. Er wurde sogar in die Meisterklasse erhoben, weit vor seinem Auftritt bei der Show…

    Gruß

  2. 2008 Juli 12

    @Michael Kostic
    Ich gehöre auch zu den Menschen, denen beim Gesang von Paul Potts, die Tränen in die Augen gestiegen sind. Deine stimme hat mich bis ins Mark getroffen. Mein Gefühl hat mir gesagt, diese Leistung ist nicht ohne viel Übung und gute Lehrer möglich. Ich gönne es ihm auch von Herzen und habe mir das Album betreits bei iTunes runtergeladen. Dennoch finde ich es wichtig, dass nicht wieder der Eindruck entsteht, dass so eine Leistung ohne Uben möglich ist. Danke für den Hinweis.

  3. 2008 Juli 12

    @Michael @ Birgit-Rita

    Ich wusste es nicht, dass Paul Potts durch professionelle Unterstützung vor seinem „Durchbruch“ gefördert wurde.

    Es beeindruckt mich sehr, mit welchem Engagement und mit welcher Konsequenz dieser Mann dann seine Gabe entwickelt hat. Seine Bereitschaft, seinen Traum zu verwirklichen, durch Hingabe an seine tiefste Leidenschaft.

  4. 2008 Juli 13

    Ich kann keine Fehlinformation bei Inga erkennen. Sie teilt doch einfach nur mit, wie sehr sie das umgehauen hat, das jemand seinem Traum gefolgt ist – das eine Leidenschaft lebendig wird und andere berührt. Das eine Gabe sichtbar wird. Ich erkenne an dem was Inga da mit anderen teilt – das sie es bewundert wenn jemand seinem Traum eine Chance gibt – nicht aufgibt. Paul Potts hat seinen Traum nie vergessen, hat nicht aufgegeben – so schafte er es zum Erfolg – sein Ziel.
    Mir sagt das was Inga geschrieben hat:“ gebe nicht auf“
    Auch ich bin durch die Werbung auf ihn aufmerksam geworden. Mir war klar das der nicht einfach zur einem Casting geht und vorher nie etwas geübt hat – sonst hätte er doch gar nicht gewusst das dies seine Gabe ist. Fakt ist aber, das Paul Potts laut Wikipedia – als Handy Verkäufer gearbeitet hat und zum Casting ging – und dann sein durchbuch hatte. Dann stimmt doch das wieder was Inga schreibt.
    Interessieren würde mich, wo die Fehlinformation ist – wo habe ich da was über sehen /überlesen/ nicht gelesen?.

  5. 2008 Juli 13
    Inga Oltersdorf Permalink

    Wie auch immer der Lebensweg von Paul Potts bisher war. Für mich ist es nicht wichtig, ob Informationen vergessen wurden. Als „Laie“ schaue ich Fernsehen und sehe die Telekomwerbung. Ich lasse mich „berieseln“.
    Die Telekom wählt Paul Potts Auftritt, sein Erlebnis. Die Telekom trifft tief in die Gefühle der Zuschauer. Es wird etwas hinterlassen und wieder wachgerufen. Und plötzlich wurde Paul Potts für mich zu einer Tür, hinter der ich mit meinem größten Traum und meiner größten Sehnsucht stehe.

    @ Martina

    Danke für deine Unterstützung. Das tut gut zu lesen, wie du meine Worte verstehst…

  6. 2008 Juli 13

    Pardon!

    Ich wollte niemanden auf die Füße stampfen ;-)

    Aber wie es ist, so ist es nun einmal…

    Nicht nur der Text oben, sondern fast die gesamte öffentliche Berichterstattung um Herrn Potts suggeriert, dass er sich das Singen quasi „unter der Dusche“ selbst beigebracht hätte. Dies ist jedoch schlicht falsch.

    Birgit unter Nr. 2 brachte das was mich bewog hier zu kommentieren so auf den Punkt:

    „…Dennoch finde ich es wichtig, dass nicht wieder der Eindruck entsteht, dass so eine Leistung ohne Üben möglich ist….“

    Der Mann hat ohne Zweifel überaus hart für und an seinem Erfolg gearbeitet. Sehr viel selbst erwirtschaftetes Kapital investiert (wohl um die € 25.000,- alles in allem), war auch schon im Radio zu hören und hatte div. Opernauftritte, bevor er in der Show auftrat.

    Versteht es bitte nicht falsch, aber ich betreue derzeit nebenher 5 Stk. Nachwuchs von 18 Jahren bis fast 18 Monate. Mich stört es einfach wenn ich mitunter Stunden investieren muss, um wieder einmal eine solche „Propagandablase“ zum platzen zu bringen (Schau mal Papa, ein Handyverkäufer kann genauso gut singen wie dein Pavarotti!“). Für mich ist es eine Frage der Verantwortung dem Nachwuchs, aber auch der Lebensgemeinschaft gegenüber es sich nicht permanent derart leicht zu machen. Von Jahr zu Jahr, Monat zu Monat und fast schon Woche zu Woche wird es schwieriger, der Realität (auch wenn sie mitunter eher ruhig und sachlich einher kommt) ihren Raum zu erarbeiten. Dieser Blog ist ganz sicher nur ein winziger (wertvoller) Partikel eines mehrere Millionen Teile Puzzles. Doch wenn nun alle diese Teile Informationen so darstellen ergibt sich daraus ein falsches Bild…

    Gruß

  7. 2008 Juli 14

    @ Michael Kostic

    Die Verantwortung dem Nachwuchs gegenüber kann ich sehr unterstützen. Wenn es darum geht zu wählen, welchen beruflichen Weg ich gehen möchte, ist es wichtig auf dem Boden der Tatsachen zu sein. Da ist ein genaues Hinschauen, wie von dir schon sehr hilfreich.
    Da wäre ich garnicht drauf gekommen, danke dass ich durch deine Erfahrungen einen anderen Blick einnehmen konnte.

  8. 2008 Juli 14

    Kein Problem :-)

    Anfänglich fand ich das ja auch noch sehr interessant wenn meine Großen mir die Videos von z.B. diesem jungen Mann hier zeigten:
    http://www.youtube.com/watch?v=by8oyJztzwo

    Aber auch er hat enorm viel Zeit in seine aktuelle Fähigkeit investiert (hab da mal ein bissle recherchiert). Sein Lohn ist die Aufmerksamkeit von Millionen Netzwanderern und div. Asiatischer Film, TV, Radio und Plattenfirmen :-)

    Doch schon letztes Jahr wurde dieses Bild was „Die Medien“ da produzieren immer substanzieller: „Ich muss nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und schon wird mein -natürliches- Talent vermarktet“

    Als überaus bedenklich empfinde ich daran primär, dass sich unser aller Nachwuchs diesem medialen Dauerbombardement kaum mehr entziehen kann, ohne in der fast schon absoluten sozialen Isolation mit ihresgleichen zu enden…

    Es ist arg schwierig geworden. Mehr und mehr kommt man sich als ernsthaft Erziehender wie ein übel riechender, hässlicher Spielverderber vor…

    Kein Wunder das immer mehr Menschen sich diesem Berufsbild verweigern ;-)

  9. 2008 Juli 14
    Inga Oltersdorf Permalink

    @ Michael

    All die Zeit, die die Jüngeren im Netz verbringen, das ist wirklich fast nicht mehr zu ändern. Ich glaube, dass es zunehmend kein Weg ist, mit der Zeit im Netz in eine soziale Isolation zu verfallen. Im Gegenteil. Es eröffnen sich neue Wege, durch Netzwerke Beziehungen zu knüpfen.

    Deshalb finde ich es wichtig, die Jüngeren in ihren Interessen zu unterstützen. Je früher Medienkompetenzen an Schulen Bestandteil des Unterrichts sein würden, desto mehr Verantwortung übernehmen die Ältereren für die Zukunft der Jüngeren.

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