Vor einigen Tagen war ich zum Nordblog Treffen. Dort haben sich BloggerInnen zum wiederholten Male getroffen. Wer alles dort war, hat Phillip (auch Perished genannt), gut zusammengefasst.
Alle die dort waren, haben sich über Twitter gefunden, kommen aus dem Umkreis von Flensburg und schreiben in einem Blog. Ich staunte nicht schlecht, als plötzlich all die Netbooks, iphones oder Blackberrys auf dem Tisch lagen. Der Abend begann damit, dass jeder sich mit seinem Namen vorstellte, den er oder sie bei Twitter nutzt. Soviel zu einer digitalen Identität.
Es wurden so viele Informationen ausgetauscht, was es alles an praktischen, neuen oder auch alten Tools gibt. Ich habe so viele Neuigkeiten für eine vereinfachte Anwendung im Internet erfahren, das ich garnicht weiß wo ich anfangen soll, wenn ich darüber etwas berichten möchte.
Ich zähle mich nun noch einmal mehr zu den Laien. Was alles möglich ist, wenn ich mich spezialisiere, ist wirklich erstaunlich. Ein Informatiker, ein Softwareentwickler oder auch ein Kommunikationsdesigner u.ä., können auf ein endloses Repertoire zurückgreifen. Das macht die Sache sicher nicht immer unbedingt leichter. Sicherlich kann es eine Menge Spaß machen, solange der Blick sich auch noch vom Bildschirm lösen lässt.
Was mich nach diesem Abend auf jeden Fall beschäftigt, ist die Frage: Wofür mache ich mich transparent im Netz? Entspricht meine digitale Identität meiner „richtigen“ Identität? Was ist meine Motivation, zu veröffentlichen was ich veröffentliche?
Dazu möchte ich gerne ein Zitat hinzufügen, was ich mal bei Gabi gelesen habe. Denn ihre Worte finde ich an dieser Stelle treffend:
„Das Internet ist ein dicker, zäher Schlamm der Anonymität, eine digitale Scheinwelt in der man sich einen Deckmantel der eigentlichen Identität zulegen kann. Hin und wieder stellt sich mir schon die Frage, wozu um aller Welt ich in diese meine Projekte soviel Energie und Zeit stecke. Vielleicht trägt mich die Hoffnung, manch einem in seiner Einsamkeit oder Sehnsucht nach Mitmenschlichkeit, nach Liebe und Frieden beizustehen und etwas zu dem beizutragen, was uns Menschen am Leben hält.“
Mit welchem Fuß ist mein Schwung beim Gehen leichter?
Mit Links? Oder Rechts?


Herunter gehen. Langsam und leicht.

Denn in der Tiefe gewinnt jeder Einblick an Schärfe.

Christine Kalis schafft sich auf Innen-Aussen eine Menge Freiraum. Doch nicht nur da und für sich allein: die selbständige Raumgestalterin beschäftigt sich mit Barrierefreiheiten für Menschen. Für Menschen mit und ohne Handicap, in jedem Alter.
Kaum schaue ich in ihrem Freiraum vorbei, bekomme ich etwas geschenkt…Vielleicht ja nicht nur ich!
Nun bin ich mit „Formen“ auch eine Blogpatin. Blogpatenschaften möchte Leuten eine Tür zur Vernetzung öffnen, die nicht in einem eigenen Blog schreiben können bzw. wollen, oder einen nicht so vertrauten Umgang mit der Netzwerkwelt haben. Hier gibt es eine Liste der BlogpatInnen und eine weitere e-mail Adresse von mir.
Von nun an besteht die Möglichkeit, im Rahmen von „Formen“ Gastbeiträge zu veröffentlichen!
Wenn es also Jemanden gibt, der/die sich von der Präsenz, dem Stil, den Themen und der Art von „Formen“ angesprochen fühlt – etwas zu sagen, zu teilen oder auch konstruktive Kritik hat, ist herzlichst eingeladen Anlauf zu nehmen.
Ich bin neugierig auf das, was kommt und gespannt, ob ich schon bald einen Gastautoren bei mir im Blog begrüßen darf…
Vergangenes Wochenende hat meine Oma ihren 85 jährigen Geburtstag gefeiert. Alle Verwandten waren versammelt, ein riesen Trubel und ein batzen Aufregung zu Ehren meiner Oma.
Meine Oma ist inzwischen Uroma. Für ihr Leben gern schreibt sie Geschichten. In plattdeutsch oder in hochdeutsch. Auch zu ihrem 85 jährigen Geburtstag hat sie etwas vorgetragen. Ich bin erstaunt, wie klar sie gesprochen hat und mit was für einer Kraft sie in ihrem Alter diesen Tag erlebt hat. Denn 80 Gäste zu empfangen, eine in ganz Deutschland verstreute Großfamilie und wichtige Gäste aus ihrem Dorf, das ist schon sehr sehr aufregend.
Für mich ist es Stolz, der mich in Aufrichtigkeit auf eine 85 jährige Frau blicken lässt, die so viel erlebt hat. Sei es der Tod, ein Krieg, eine Geburt: meine Oma ist scheinbar mit endloser Kraft ausgestattet. Voller Zuversicht blickt sie auf das Leben, kann mit Schicksalsschlägen oder Krisen umgehen, als würde auch der stärkste Wind von vorne sie nicht umkippen lassen. Ich liebe meine Oma. Ihre Kraft lässt die ganze Familie spüren, dass es eine Verbundenheit gibt. Erst durch sie entsteht diese Verbundenheit überhaupt. Und ich weiß, wenn meine Oma irgendwann nicht mehr da sein wird, wird auch diese Verbundenheit mit ihr gehen…
Rostiger Halt, dafür wässriger Grund und Boden.

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